Handwerker-Auktionen lohnen oft nicht

Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Partnervermittlungesagenturen

Nicht immer billiger



Wer seinen Handwerker-Auftrag über spezielle Internet-Portale dem billigsten Anbieter zuschlagen will, spart selten, so die Feststellung der Verbraucherzentrale NRW nach einem Test der Handwerker-Portale My Hammer, Profis, Jobdoo, Work5, Undertool, Quoatis, Blauarbeit und Go4bid. Zwar konnten Kunden in Einzelfällen die Preise um bis zu 60 Prozent drücken. Doch knapp zwei Drittel aller Auktionen, vor allem solche auf kleineren Portalen, blieben ohne Angebot eines Handwerkers oder brachten lediglich eine Offerte zum Startpreis ein. Nur bei jeder dritten Auktion wurde der Einstandspreis merklich gedrückt. Die damit gesparten Ausgaben reichten von zehn Euro für den Einbau einer Spüle bis zu 11000 Euro für die Dämmung eines Achtfamilienhauses. In einem Fall dagegen, wollte der Maler 390 Euro für seine Arbeit statt der vorgegebenen 250 Euro. Wer einen Auftrag im Internet versteigern will, sollte sich vorab nach einem realistischen Preis für die Arbeit erkundigen, rät die Verbraucherzentrale. Bei komplizierten Arbeiten empfehlen die Verbraucherschützer einen Kostenvoranschlag. Sonst drohe bei scheinbar günstigen Geboten ein satter Nachschlag.


Quelle Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.06.2007